Ist deine Miete angemessen?
Prüfe deine Bruttokaltmiete gegen die Angemessenheitsgrenze nach § 22 SGB II.
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Hintergrund: KdU & Angemessenheitsgrenzen
Was ist die „Bruttokaltmiete"?
Die Bruttokaltmiete setzt sich aus der Kaltmiete (Grundmiete) und den kalten Nebenkosten zusammen (z.B. Wasser, Müllabfuhr, Hausmeister). Die Heizkosten werden separat betrachtet. Beim Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld) prüft das Jobcenter, ob die Bruttokaltmiete innerhalb der örtlichen Angemessenheitsgrenze liegt.
Wie werden Angemessenheitsgrenzen ermittelt?
Jede Kommune kann ein sogenanntes „schlüssiges Konzept" erstellen, das die örtlichen Mietverhältnisse analysiert und daraus Obergrenzen ableitet. Diese richten sich nach der Haushaltsgröße und dem lokalen Mietniveau. Fehlt ein schlüssiges Konzept, werden häufig die Werte der Wohngeldtabelle plus 10 % als Richtwert herangezogen.
Was tun, wenn die Miete zu hoch ist?
- Prüfe, ob die Kostensenkungsaufforderung formal korrekt ist
- Dokumentiere aktiv deine Bemühungen, eine günstigere Wohnung zu finden
- Lege ggf. Widerspruch ein, wenn du die Berechnung für fehlerhaft hältst
- Nutze die Übernahmezeit, um Alternativen zu prüfen
- Lass deinen Bescheid bei konkreten Fragen von Jobsi prüfen
Hinweis
Dieser Rechner dient ausschließlich der unverbindlichen Orientierung. Die angezeigten Angemessenheitsgrenzen basieren auf öffentlich verfügbaren Richtwerten für 15 Großstädte und können von den tatsächlich gültigen Werten deiner Kommune abweichen. Es handelt sich nicht um eine Rechtsberatung. Für verbindliche Auskünfte wende dich an dein Jobcenter oder eine anerkannte Beratungsstelle.
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Bescheid hochladenRechtlicher Hinweis (§ 2 Abs. 1 RDG)
Diese Seite bietet Rechtsinformationen und Formulierungshilfe nach § 2 Abs. 1 i.V.m. § 3 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) — keine Rechtsdienstleistung, keine Prüfung deines Einzelfalls. Alle Angaben ohne Gewähr. Die Entscheidung trifft allein die zuständige Behörde. Bei dringenden Fragen wende dich an eine anerkannte Beratungsstelle (VdK, SoVD, Caritas) oder einen Fachanwalt für Sozialrecht — oder kontaktiere uns.